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Alle Türen offen: Die Möglichkeiten nach der Lehre

Ihrem Kind fällt es schwer, nur in der Schule zu sitzen, Hausaufgaben zu machen und seitenweise Theorie zu lernen? Ihre Tochter oder Ihr Sohn packen lieber an und bauen am Fahrrad oder Staubsaugerroboter herum, sobald etwas nicht funktioniert? Dann ist eine Lehre in der Mechatronik der richtige Ausbildungsweg. Leider geht immer noch das hartnäckige Vorurteil um, die Lehre wäre eine Sackgasse. Warum genau das Gegenteil der Fall ist und welche Möglichkeiten nach der Lehre Ihr Kind hat, lesen Sie hier.
von WKW Mechatroniker Team   ●   30.11.2022 16:57

Teenagerin sucht Möglichkeiten nach der Lehre

 

Was ist besser: Schule oder Lehre?

Ob Lehre oder Schule – was der richtige Weg ist, sollte man nicht von der Meinung anderer Eltern oder externer Einflüsse abhängig machen. Es gilt auf das eigene Kind und seine Interessen zu achten - und niemand kennt diese so gut wie die eigenen Eltern. Schließlich geht es auch im Beruf darum, die eigenen Talente und Fähigkeiten bestmöglich einzusetzen. Die Frage nach Schule oder Lehre kann somit nicht allgemein beantwortet werden – wichtig ist nur, sich keinen Optionen von vornherein zu verschließen.

 

Junge Lehrlinge reparieren Fahrrad

 

Alle Möglichkeiten nach der Lehre

Die Lehre hat in den Augen mancher den Ruf, eine Ausbildung der „zweiten Klasse“ zu sein. Für die Gesellschaft und die Betriebe hingegen sind Lehrlinge wertvolle Arbeitskräfte, die auch angemessen bezahlt werden. Auch den Jugendlichen selbst bietet diese Art der Ausbildung viele Vorteile gegenüber der klassischen Schullaufbahn. Gerade in Österreich verschließt eine Lehre nämlich keine Türen, sondern eröffnet gänzlich neue. Man kann sich nach einer Lehre mit Leichtigkeit noch weiterbilden, eine Meisterprüfung machen, die Matura bzw. Studienberechtigungsprüfung absolvieren, auf die FH gehen oder ein Unternehmen gründen.

  1. Stabile Berufe mit sicherer Zukunftsperspektive
    Lehrberufe sind meist gerade jene Berufe, die auch in den nächsten Jahren gebraucht werden. Gerade darum lernen Jugendliche hier in der praktischen Anwendung fürs Leben.
  2. Meisterprüfung & Unternehmerprüfung
    Mit einem erfolgreichen Lehrabschluss hat man sowohl die praktischen Kenntnisse als auch oft schon das ersparte Startkapital, um sich selbstständig zu machen und selbst ein Unternehmen zu gründen.
  3. Matura/Studienberechtigungsprüfung gleichzeitig oder anschließend zur Ausbildung
    Eine Lehre zu machen bedeutet keineswegs, auf die Matura oder ein universitäres Studium verzichten zu müssen. Vielen Kindern fällt das Lernen ein paar Jahre später auch bereits deutlich leichter.  
  4. Praxis und Theorie gehen Hand in Hand
    Lehre bedeutet, nicht nur Inhalte für eine Schularbeit auswendig zu lernen - sondern die Theorie im Betrieb auch direkt in der Praxis umsetzen zu können. Der Sinn hinter dem Lernstoff wird so deutlicher, was auch die Motivation der Jugendlichen hebt.
  5. Viele freie Lehrstellen (Stichwort „Fachkräftemangel“)
    Fachkräfte werden laufend gesucht und der Arbeitsplatz nach der Lehre ist somit auch abseits vom eigenen Lehrbetrieb gesichert.
  6. Gutes & regelmäßiges Einkommen von Anfang an
    Ein erhöhtes „Taschengeld“, als Belohnung für die eigene Leistung, ist für viele Jugendliche ein hoher Motivator.

 

Junges Mädchen nutzt Möglichkeiten nach der Lehre

 

Finanzielle Vorteile des Lehrberufs erkennen

Die finanzielle Seite einer Lehre darf man auch als Elternteil nicht vergessen. Durch das regelmäßige Einkommen bereits in Jugendjahren stehen Lehrlinge viel schneller auf eigenen Beinen als jene, die sich für Schule oder Studium entscheiden. Das früh verdiente Geld kann man sich auf die Seite legen und damit größere Anschaffungen tätigen: Ein Haus bauen, ein gutes Auto fahren oder in weitere Ausbildung – zum Beispiel ein Studium – investieren. Finanzielle Unabhängigkeit von den Eltern bedeutet jungen Erwachsenen viel und ein verantwortungsbewusster Umgang mit Geld wird so bereits in Jugendjahren gelernt.

 

Chancen der Lehre aktiv entdecken

Die Zahl der an einem Lehrberuf interessierten Menschen ist auf einem historisch niedrigen Stand. Der demographische Wandel und das Vorurteil, „die Lehre würde einem die Zukunft erschweren“, macht es Unternehmen besonders schwer, offene Stellen zu füllen. Dies ist nur einer von vielen Gründen, warum gerade jetzt der optimale Zeitpunkt ist, eine Lehrausbildung zu starten und selbst eine nachgefragte Fachkraft zu werden.  

Lehrling bei der Arbeit an Schleifmaschine

Viele Teenager der Generation Z sind heute orientierungslos und wissen nicht, was sie später in ihrem Leben machen sollen. Dies kann auch als Missstand der Berufsorientierung in Österreich gewertet werden. Es liegt daher nun besonders an den Eltern, Bezugspersonen, Lehrenden und an den Jugendlichen selbst, sich umfassend zu informieren, Vorurteile auszuräumen - und gemeinsam zu entscheiden, welcher Ausbildungsweg für die jungen Menschen am besten ist. Lassen Sie sich Zeit für die richtige Wahl – im guten Wissen, dass in Österreich auch nach einer Lehre oder Matura noch der jeweils andere Weg erfolgreich absolviert werden kann.

Weitere Informationen darüber, welche offenen Lehrstellen Ihren Kindern als Berufschancen zur Verfügung stehen, können hier gefunden werden.